Hast Du Dir schon ein Mal die Frage gestellt: Kifft mein Kind?

Es ist ein wahrer Schock, wenn Sie herausgefunden haben, dass Dein Kind kifft. Die Forschung zeigt, dass bei vielen Jugendlichen Cannabis als die Droge erster Wahl steht. Der Konsum von Cannabis steigt von Jahr zu Jahr. Dies trotz der Tatsache, dass in Deutschland der Besitz von Cannabis illegal ist. Allerdings sind sich viele Jugendliche unsicher einfach mit dem Kiffen aufzuhören. Ohne jegliche Hilfe riskieren Sie immer weiter in die Drogenszene zu geraten und letztendlich eine Psychose zu entwickeln. Eine Studie aus der USA zeigt, dass es 50 Prozent mehr psychotische Episoden unter denen gab, die mit dem Kiffen im jungen Alter angefangen haben.

Wenn Sie sich sorgen um Ihr Kind machen, dass langfristige Folgen aus dem Cannabiskonsum entstehen, möchte ich Ihnen einige Tipps geben:

Mein Kind kifft

1. Das Problem identifizieren

Zuerst ist es wichtig herauszufinden, ob Ihr Kind überhaupt abhängig ist. Anzeichen hierfür könnten sein:

  • Wut und Gewalt
  • Depression, Schlaflosigkeit, verminderter Appetit
  • Schlechtes Gedächtnis
  • Schlechte Schulleistung
  • Konflikte mit dem Gesetz
  • Husten und Keuchen
  • Mangel an Motivation

Zur Abhängigkeit von Cannabis kann es aufgrund von Mobbing, Angst vor dem Versagen aber auch Druck den elterlichen Anforderungen nicht zu entsprechen führen.

2. Engagiert bleiben

Ihr Engagement ist entscheidend für das Verhalten Ihres Kindes, ohne zu diskutieren. Ohne ein Gefühl der Sicherheit, die Sie Ihrem Kind geben können, wird Ihr Kind nicht lernen, wie man mit dem Kiffen aufhört,.

Sei geduldig

Der Weg Ihres Kindes zur Sucht war ein Prozess. Und das lernen, wie man mit dem Kiffen aufhört, wird ein Prozess sein, der mindestens genau so lange dauert.

Vorbereitung

Die Eltern sagen mir, dass Sie gute Erfahrungen gemacht haben, wenn Sie sich einen konkreten Plan zur Kommunikation und Durchsetzung und Überwachung von Regeln haben. Hier sollten auch Konsequenzen beachtet werden, wenn die Regeln ein Mal verletzt werden.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Natürlich ist es schwierig dem eigenen Kind etwas zu verbieten, was man selbst macht. Vielleicht sind Sie selber Raucher (ob nun Cannabis oder Tabak) und können gemeinsam aufhören?

3. Gespräche initiieren

Je mehr informelle Treffen, desto weniger die Spannung. Höre ich zumindest öfters. Sie können sich beim Spaziergang unterhalten oder einfach gemeinsam im Garten sitzen. Es ist wichtig zuzuhören und einfühlsam zu sein, damit Sie die Nachteile vom Cannabis deutlich vermitteln können.

Ich schlage vor, dass Sie den Dialog eröffnen, indem Sie die Erlaubnis Ihres Kindes einholen mit Ihnen zu reden. In diesem Fall hat Ihr Kind das Gefühl, als könnte es die Situation kontrollieren. Dies führt zu mehr Offenheit.

Beispiel:

  • Darf ich wissen, was Du fühlst …?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass offene Fragen den Dialog bereichern. Führende Fragen dagegen nicht. Sie werden zwar die Antwort bekommen, die Sie gerne hören möchten. Nur ob es auch tatsächlich etwas bringt …

Vermeiden Sie folgende Ausdrücke:

  • Du sollst nicht ..
  • Ich möchte nicht ..
  • Das ist dumm ..
  • Ich mag nicht ..

Verwenden Sie freundlich klingelnde Ansätze, die Empathie und Besorgnis zeigen:

  • Ich bin daran interessiert herauszufinden, warum …
  • Ich bin besorgt, dass …
  • Es tut mir leid, dass Du Dich XX fühlst ..
  • Ich habe das Gefühl, dass Du ..

Schlagen Sie vor, wie man anderweitig mit dem Problem umgehen kann.

  • Können wir andere Dinge ausprobieren, die gesünder sind als Cannabis, um …

Und letztendlich Danken Sie Ihr Kind für deren Offenheit.

4. Halten Sie Ihr Kind aktiv

Wenn Dein Kind zugibt ein Problem mit Cannabis zu haben schlagen Sie Aktivitäten vor, die Adrenalin ausschütten. Wenn Cannabis geraucht wird, weil Ihr Kind Angst vor etwas hat, regen Sie Aktivitäten wie Achtsamkeitsübungen oder Yoga an.

Eine weitere Möglichkeit sind Aufgaben zur Problemlösung. Lernen mit dem Kiffen aufzuhören wird Ihr Kind helfen, sein Selbstbewusstsein zu stärken und Probleme auf gesunde Weise zu lösen.

5. Konsequent sein

Wenn Ihr Kind gegen Regeln verstößt, müssen diese bestraft werden. Haussarest, Taschengeld, etc. ist wohl das bekannteste. Ältere Kinder sollten das Gespür eines Fahrverbotes und eventuell sogar einer Gefängnisstrafe bekommen.

6. Holen Sie sich Hilfe

Wenn ein Gespräch nicht möglich ist oder nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, ist eine professionelle Hilfe ratsam. Ihr Hausarzt ist ein guter Ansprechpartner.

 

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